Smart Hospital: Intelligent Framework Tools and Solutions (SHIFT)

SHIFT Website

SHIFT (Smart Hospital – Integrated Framework, Tools & Solutions) ist eine der ersten von Innosuisse geförderten Flagship Initiativen. Das Flagship basiert auf dem Prinzip Mensch-Technik-Organisation und hat zum Ziel: 1) integrierte technische und organisatorische Lösungen für Spitäler zu entwickeln, um Qualität und Effizienz zu steigern. 2) den Menschen noch mehr als heute in den Mittelpunkt zu stellen, und 3) eine Blaupause für die Transformation zu einem «Smart Hospital» zu demonstrieren. Das SHIFT Flagship ist ein Konsortium aus 5 Forschungspartnern und 24 Implementationspartnern, dauert 3.5 Jahre und wurde mit 5.7 Mio durch Innosuisse gefördert.

Organisiert ist SHIFT in drei Säulen: Seamless Patient Path, Patient & Staff Empowerment, Management of Hospital Systems.

Das Innovation Lab des USB arbeitet an zwei Teilprojekten in der «Seamless Patient Path»-Säule.

B1: Wearable-basiertes kontinuierliches Patienten-Monitoring

Die Verwendung von wearables auf einer medizinischen Station eines Spitals ermöglicht eine engere, ortsunabhängige Überwachung und Kontrolle der Vitalparameter und liefert zeitnah Informationen zum Gesundheitszustand eines Patienten, ohne das Pflegepersonal zusätzlich zu belasten. In diesem Subprojekt soll mit einem neuartigen Early Warning System for continuous patient monitoring (cEWS) ein punktuell erfasster Early Warning Score verbessert werden, indem dieser mit einer kontinuierlichen Überwachung von Vitaldaten mittels wearables sowie einer Integration von Vorhersagetrends erweitert und automatisiert wird. Dadurch kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands schneller erkannt und Patienten frühzeitig behandelt werden.

Kontakt: Maren Leifke

 

B3: Pilotstudie Hospital@Home

Das Innovation Lab des USB führt gemeinsam mit der FHNW und Medgate eine Pilotstudie durch, um erstmalig einen reibungsloseren Transfer von Patienten aus dem Spital nach Hause durch den Einsatz von Telemedizin und Technologie zu demonstrieren. In der Pilotstudie ist geplant Patienten aus dem Universitätsspital Basel zu rekrutieren, bei denen der Transfer nach Hause aktiv durch Medgate begleitet wird, bevor die Patienten dann regulär wieder durch ihre Hausärzte betreut werden.

Zu Beginn der Studie werden Patienten gewählt, welche nur telemedizinische Follow-Up Calls benötigen. Gegen Mitte der Studie sollen Patienten dazukommen, welche mittels Wearables weitere Vitalparameter von zu Hause aufnehmen und den Ärzten zur Verfügung stellen. Im letzten Jahr werden zudem Algorithmen zur Früherkennung von zu kontrollierenden Patientensituationen basierend auf Wearable-Daten evaluiert. Während der ganzen Studie wird die Zufriedenheit der Patienten und Stakeholder gemessen und daten-basierte Verfahren entwickelt, um den Transfererfolg von Patienten abzuschätzen. Insgesamt werden neue Informationsflüsse und Behandlungsabläufe zwischen den Stakeholdern (Spital, Telemedizin, Hausärzte) definiert und erprobt. Durch den früheren Transfer von Patienten in die telemedizinische Betreuung von zu Hause aus, können medizinische Komplikationen und Krankheitskosten reduziert, sowie nachhaltigere Behandlungswege gefunden werden. Die Pilotstudie Hospital@Home soll ein Vorzeigeprojekt für neue medizinische Behandlungsmodelle werden.

Kontakt: Bianca Hölz